13. Juli 2015

Eigenleben


Nein, so war das nicht geplant!

Nach dem Beenden eines Romans, wie in jenem Fall von ¿Identität? bin ich meist ein wenig traurig, denn ich muss mich von meinen inzwischen lieb gewonnenen Protagonisten, also von Katharina und Antonio, verabschieden, mit denen ich ja wirklich viel Zeit verbracht habe. 

So kam es mir seinerzeit sehr gelegen, dass ich mich mit den selenorischen Romanen mal wieder beschäftigen konnte.

Und dann passierte es: Während einer Tätigkeit, wo ich sehr viel mit dem Auto unterwegs war, überfiel mich eine Idee. Diese begann sich selbstständig in meinen Gedanken auszubreiten. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an diesen Blogeintrag?


»Fragwürdige Identität« ist inzwischen nun auch vollendet und doch wollten mich Nicolás Rodríguez nicht so recht loslassen.
Mittlerweile arbeite ich an meinem neuen Roman »Deceratio«.

Jedenfalls war ich heute Morgen Laufen und dabei passierte es mir schon wieder!
Eine Idee ... drängte sich in meine Überlegungen.

Das ist unfair.
Was mache ich jetzt nun?
Gedanklich springe ich gerade von »Nicolás« zu »Arahn«.

Schreibe ich zuerst »Deceratio« oder »Falsche Identität«?

Was meint Ihr?

8. Juli 2015

Gesamtausgabe

Sieht es nicht gut aus?


Vor wenigen Minuten brachte mir ein ein Zustelldienst mein Musterbuch! 
Dieses Exemplar ist unverkäuflich, 
da es an einem für mich besonderen Tag gedruckt wurde.

Aber natürlich gibt es zum Beispiel HIER für Euch genügend Exemplare zum Bestellen und Lesen!

Das Taschenbuch (448 Seiten) gibt es im Augenblick als 
Einführungsangebot 
für schmale 11,70 €.

Es umfasst alle drei Teile:
3. Teil der Fragwürdigen Identität für 2,99 € zur Zeit 0,00 €

Ich freue mich sehr auf Euer Feedback, auf Eure Meinungen zum Buch!





26. Juni 2015

Hintergrunde zum Cover

Fragwürdige Identität 




Inzwischen habe ich mehrfach von Euch Fragen zum Cover erhalten und möchte Euch heute dazu ein paar Hintergrundinformationen geben:

Auf diesem Bild ist Andrés zu sehen, der Bodyguard von Enrique Rodríguez, der Vater von Nicloás. Andrés trat im Buch ¿Identität? bereits als Randfigur auf.

Dieses Cover bringt Nicolás schwierige Situation perfekt zum Ausdruck. Nicht nur, dass ihn sein Vater ständig kontrolliert, er hat ihn darüberhinaus durch einen mehrjährigen Vertrag an sich gebunden oder gekettet? Mir persönlich gefällt das am Besten und ich hoffe, dieses Cover wird dann auch die Taschenbuchausgabe schmücken.

ZUR ZEIT GRATIS!!!

Hier ist Ramirez zu sehen, der Auftragskiller sowie ehemaliger Arbeitskollege von José Luis. Obwohl Ramirez "nur" eine Nebenfigur ist, trägt er doch einiges zum Geschehen bei und ist letztlich für den Ausgang der Geschichte verantwortlich!


Ich freue mich auf Eure Kommentare! 

Welche ist Eure Lieblingsfigur aus dem Buch?



19. Juni 2015

Vollendet

Es ist vollbracht!

Nach intensiver monatelanger Arbeit ist nun endlich auch der dritte und letzte Teil vollendet.


Der Text ist nun zur Endkorrektur bei meiner großartigen Lektorin, die mich während der Zeit der recht engen Zusammenarbeit viel unterstützt hat, mir mir Rat und Tat zur Seite stand. 

Herzlichen Dank, liebe Birgit!

Sobald das Buch zu haben sein wird, werde ich Euch selbstverständlich darüber informieren.

Als Vorgeschmack gibt es HIER schon mal einen kleinen Einblick!


und

natürlich die Vorgeschichte



Welches Cover ist Euer Favorit? 


Ich freue mich auf Eure Antworten!




26. Mai 2015

Waffenkunde

Der Beruf eines Schriftstellers führt einen immer wieder in Situationen, wo man sich mit den unterschiedlichsten Themen befassen muss, von denen man bislang keine Ahnung hatte.

Man lernt ständig sich mit neuen Themen auseinander zusetzten!

Für mein Thriller "Fragwürdige Identität" musste und durfte ich mich mit Waffen beschäftigen. Das war sehr interessant.
Mein "Bodyguard" sollte schließlich wissen, welche Waffen er benutzt, wie sie funktionieren und welche Munition man dafür benötigt.
Nun kann ich zumindest mit einer Beretta 8, einer Glock 19, einer 51er Magnum (gut, die kannte ich schon vorher) einer Glock 18C etwas anfangen.
Nicolás Rodríguez wurde jedoch für seinen ersten Einsatz mit einer Desert Eagle ausgestattet. Papá Rodríguez ist ja in dieser Beziehung nicht knauserig.

Im Verlauf der Geschichte tauchte dann ein Auftragskiller auf. Nun brauchte ich ein Scharfschützengewehr, wie zum Beispiel das M40, das Dragunov SVD, das PSG1, das G28 oder das M200 Intervention.

Natürlich findet man im Internet allerlei nützliche Hinweise, nur leider nicht auf alle Fragen eine Antwort.
Besonders praktisch ist es natürlich, wenn man jemand an der Hand hat, der sich richtig gut mit dem Thema auskennt und man sich mit ihm beraten kann. An dieser Stelle geht mein großes DANKESCHÖN an Nico Kapczynski.
Nicht nur, dass er sich gut mit Waffen auskennt, er hat auch ausgezeichnete Ideen, wie man die Szenen aus- oder umbauen kann und ganz wichtig, was nebenbei passieren kann oder eben nicht.

In meinem Fall ging es um eine Schießerei mit einer Waffe, die richtig "böse Löcher" hinterlassen kann und damit kam eine PKW-Tür als Deckung nicht wirklich in Frage. Die Beschreibung der möglichen Ein- und Austrittswunden mit diesem Kaliber wurde mir sehr bildlich beschrieben - meine Vorstellungskraft ist ja ohnehin sehr lebhaft.


Nun ziehe ich mich aber mit dem richtigen Kaliber wieder in meine Geschichte zurück und schreibe weiter.

Und falls Ihr mal Fragen zum Thema Waffen habt, freut sich Nico über Euren Kontakt.


5. Mai 2015

Zu Beginn ...

 ... einer Lesung stelle ich mich als Schriftstellerin ja erst mal vor, damit meine Zuhörer wissen, wen sie da vor sich haben.
Auch meinen Lesern im Internet treten häufig mit Fragen an mich heran, die ich hiermit gern beantworten möchte:


In Berlin aufgewachsen, schrieb ich meine ersten Geschichten bereits zu Grundschulzeiten und fand in der Oberschule unter meinen Mitschülern begeisterte Leser.

Mit 17 Jahren verfasste ich mein vorerst letztes Werk auf einer 
mechanischen Schreibmaschine.

Nach einer medizinischen Ausbildung sowie zehn Jahre Berufserfahrung brachen meine Kinder eine entscheidende positive Veränderung in mein Leben. Durch das viele Vorlesen begann ich mir wieder selbst Geschichten auszudenken.

Im Frühjahr 1998 gründete ich in Berlin Lankwitz meinen ersten Gospelchor, die „Gospel Angels“, die heute nach dem Chorleiterwechsel unter dem Namen Gospel Motion singen.

Im Sommer 2000 zog ich mit meiner Familie ins nördliche Umland von Berlin, wo ich im Frühjahr 2002 den zweiten Chor, die Amaizing Voices gründete.

Die Nähe zum Wald und zu den Havelwiesen weckte meine verlorene Leidenschaft zum neuen Leben und am 
*17.11.2003 (mein Künstler-Geburtstag) 
begann ich wieder zu schreiben.

Erst nach dem Erscheinen meiner selenorischen Romane begann ich mich mit Heilsteinen zu beschäftigen und stieß zu meiner Überraschung auf Mondsteine.

Heute spielen nicht nur die Mondsteine eine wichtige Rolle in meinem Leben sondern der Einfluss des Mondes überhaupt.
Wenn die Gezeiten durch den Mond gesteuert werden, liegt es doch auch sehr nahe, dass wir Lebewesen, die zu einem großen Anteil aus Wasser bestehen, diese Kraft sinnvoll einsetzten können.


Besonders natürlich die selenorischen Romane, 
aber auch in
Drachenseele,


hat der Mond für den Protagonisten eine besondere Bedeutung.

Meine Bücher findet Ihr auf Amazon, Google Play, Thalia, Weltbild, Hugendubel, ect.  und die Taschenbüchern mit persönlicher Widmung direkt bei mir.




 Und nicht zu vergessen, dieser großartige Kalender:




16. April 2015

Vorschau auf Teil 3


Vorbei
Mit der 9:15 Uhr Maschine landete José Luis am Dienstagvormittag in Santa Marta. Diesmal hatte er für mehrere Tage Gepäck dabei, vor allem aber eine bessere Ausrüstung, um für alle Fälle gut ausgestattet zu sein, und er nahm sich einen Mietwagen, damit er flexibel und nicht ständig auf ein Taxi angewiesen war. Zunächst fuhr José Luis an jene Stelle, von wo er zehn Tage zuvor gemeinsam mit Ramirez Renans Villa mit der Wärmebildkamera abgecheckt hatte. Nun nahm er sein Fernglas heraus, um das Haus zu beobachten. Bisher konnte er jedoch niemanden entdecken, weder einen Hausangestellten noch einen der Leibwächter. José Luis zündete sich eine Zigarette an und sah ab und zu zum Anwesen hinüber. Es war herrlich still hier oben auf dem Hügel, nur ein leichter Wind wehte und das Rauschen des Meeres drang gedämpft zu ihm herauf. Deshalb schreckte er zusammen, als sein Handy klingelte und diese erholsame Ruhe unterbrach. Das Display kündigte ›Orlando‹ als Anrufer an. „Deine Vermutung hat sich bestätigt“, begann Orlando das Telefonat, „gestern Früh landete in Bogotá ein Privatjet aus Santa Marta mit einem Transport zum Zentralfriedhof. Ich habe jemand hinterhergeschickt, unauffällig versteht sich. Es ging direkt zur Familiengruft der Nicoljaros. Am späten Nachmittag flog die Maschine zurück.“ José Luis spürte ein Lächeln auf seine Lippen, „dann hatte es Renan am Ende also doch erwischt.“ Es gab eigentlich auch keinen Grund Ramirez‘ Behauptung anzuzweifeln. „Ich habe auf den Namen Rodríguez weitere Einträge für Privatflüge gefunden“, Orlando machte eine kleine Pause, „unter anderem vor siebzehn Wochen, und zwar genau an dem Tag von Antonios Verschwinden entdeckte ich einen Flug von Bogotá nach San José zum ›Juan Santamaría Flughafen‹“, endete Orlando. José Luis schlug sich auf die Stirn. „Ich Idiot!“ Um Antonio zu finden, war er zahlreiche Möglichkeiten durchgegangen, aber dass er nach Costa Rica entführt worden war, hatte er leider nicht in Betracht gezogen. „Gracias! Das ist wirklich sehr hilfreich.“ „Du schuldest mir inzwischen einiges“, erinnerte ihn Orlando. „Definitiv!“, beendete José Luis das Telefongespräch. Renan hatte demzufolge Antonio nach San José gebracht, um ihm vermutlich dort neue Kniegelenke einsetzen zu lassen. Costa Rica war, im Vergleich zu den übrigen Ländern in Mittelamerika, bekannt für die ausgezeichnete Gesundheitsversorgung. Mit diesem Wissen wollte José Luis sofort nach Taganga. Er packte sein Fernglas in die Tasche und ging zum seinem Leihwagen, einem silberfarbenen Chevrolet Prisma, zurück. Welches Problem auch immer Antonio in Santa Marta festhielt, er würde mit ihm eine Lösung finden, dessen war sich José Luis sicher. Während der dreißigminütigen Fahrt von Rodadero nach Taganga spürte José Luis seine Aufregung wachsen. In den beinah dreizehn Jahren, die er mit Antonio zusammengearbeitet hatte, gab es viele Höhepunkte, mehrere brenzlige Situationen sowie bewegende Momente. Damit hatte er Antonio intensiv von verschiedenen Seiten kennengelernt, kannte seine Vorlieben, seine Stärken und Schwächen, wusste vor allem um seine Herzensangelegenheiten, die er besonders an ihm schätzte. Antonio nach all den Wochen ohne ein Lebenszeichen endlich wiederzusehen, erhöhte seine Anspannung, zumal er nicht wusste, was ihn erwartete. Letztlich bog José Luis von der Hauptstraße auf den leicht abschüssigen Schotterweg ab und parkte den Wagen vor der gemauerten Grundstücksgrenze. Bevor er ausstieg, wischte er sich seine vor Aufregung feuchten Handflächen an seiner Hose trocken. Zuerst überlegte er, sich noch eine Zigarette anzuzünden, ging dann aber voller Ungeduld, Antonio endlich wiederzusehen, auf das Gittertor zu und betätigte den Klingelknopf. Einen Moment später hörte er durch die Gegensprechanlage eine Frauenstimme, „Qué desea?“. „Mein Name ist José Luis Núñez. Ich möchte zu“, mit Antonio würde die Señora vermutlich nichts anfangen können, „Señor Rodríguez.“ Die Stimme schien einen Augenblick zu zögern, „Don Rodríguez ist nicht zu Hause.“ Im Hintergrund meinte José Luis eine hellere Männerstimme zu hören; Antonio war es definitiv nicht. Unerwartet öffnete sich das Tor vor ihm automatisch. José Luis betrat den Vorgarten. „Kommen Sie herein, Señor Núñez“, drang hinter ihm die Aufforderung aus der Sprechanlage. José Luis ging auf den breiten Hauseingang zu. Eine kleine, rundliche, sympathisch aussehende Frau Ende fünfzig, wahrscheinlich die Haushälterin, öffnete die Haustür. „Señor Fonseca möchte mit Ihnen sprechen.“ Sie trat zur Seite und wies auf den großzügigen Wohnbereich. Ein großer, athletischer Mann mittleren Alters mit kurzem Haar kam ihm entgegen. „Ich nehme an, Sie kennen Nic, Señor Núñez?“ José Luis benötigte einen Augenblick, bis er ›Nic‹ mit Antonio in Verbindung brachte. Er grinste, „das möchte ich wohl meinen. Ist er da?“ Señor Fonseca musterte ihn von oben bis unten. „Nic hat Sie nie erwähnt. Sind Sie ein Freund?“, betonte er das letzte Wort auffallend weich. José Luis studierte für einen Moment das makellose Gesicht seines Gegenübers, „ja, so könnte man es nennen.“ Dann ließ er seinen Blick durch das modern eingerichtete Wohnzimmer schweifen. „Nicht schlecht! Wo steckt er?“ Señor Fonseca seufzte tief, „setzten Sie sich“, wies er zur Couch. Die zahlreichen moosgrünen Kissen wirkten gemütlich. „Ich wusste ja, dass es Nic in letzter Zeit nicht so gut ging, aber dass dieser Streit mit seinem Vater so enden würde ...“, fahrig rieb er sich den Oberlippenbart, „gestern Abend überbrachte die Polizei eine schlimme Nachricht“, er schluckte, offensichtlich suchte er nach Worten. José Luis versuchte unterdessen, sich einen Reim darauf zu machen, wer dieser Señor Fonseca war und welche Rolle er an Antonios Seite gespielt haben mochte. Señor Fonsecas Stimme zitterte, „auf der Route 62, auf der kurvigen Strecke vor Medellín gab es einen Frontalzusammenstoß mit einem LKW. Der PKW wurde als Nics Touareg identifiziert.“ José Luis hörte gespannt zu, als Señor Fonseca leise weitersprach. „Die Fahrzeuge sollen sofort in Flammen aufgegangen sein. - Während der LKW-Fahrer sich noch ins Freie retten konnte, verbrannte der Insasse des PKWs.“ Prompt dachte José Luis daran, dass Renan seine Finger im Spiel hatte. - War der Mistkerl doch nicht tot? Wer wurde dann in der Familiengruft beigesetzt? Verpasste der Onkel Antonio schon wieder eine neue Identität, weil er ihm auf die Schliche gekommen war? José Luis würde von vorn anfangen müssen. Nein! Es war schwer, den Überblick in diesem Lügenchaos zu behalten. Um zumindest ein paar Hintergrundinformationen zu erhalten, fragte José Luis genauer nach, „worum ging es in dem Streit?“ Señor Fonseca zuckte mit den Schultern, „ich war nicht dabei. Nic ist am Donnerstag gleich nach dem Streit mit seinem Wagen weggefahren. Seither gab es kein Lebenszeichen mehr von ihm.“ José Luis sah zu seiner Theorie keinen Zusammenhang, „hat er ein Handy?“ Señor Fonseca nickte, „er hat es vermutlich ausgeschaltet.“ „Kann ich die Nummer haben?“, José Luis holte sein Smartphone hervor. „Ich glaube, Sie haben mir nicht zugehört“, sagte Señor Fonseca mit Nachdruck. „Sein Touareg ...“ José Luis fiel ihm ins Wort, „wurde die Leiche identifiziert?“ Señor Fonseca schüttelte den Kopf. „Sehen Sie, und solange ich keinen Beweis habe, dass Antonio da dringesessen hat, glaube ich diesen Unsinn nicht.“ „Unsinn? Hören Sie mal!“ Señor Fonseca stutzte, „wer ist überhaupt Antonio?“ Señor Fonseca zog seine Stirn in Falten. „Ihr Nicolás Rodríguez ist in Wahrheit Antonio Nicoljaro“, erklärte José Luis. Señor Fonseca sah jetzt auffallend blass aus, „und wer war Rique, ich meine Enrique?“ „War?“, fragte José Luis erstaunt. Zu gern hätte er in dieser Situation eine Zigarette geraucht. Señor Fonseca schien merklich unruhig. „Kurz nach dem Streit, während Nic das Gebäude verließ, wurde Enrique erschossen. Er war sofort tot; zumindest haben das seine Leibwächter behauptet.“ Für José Luis war das Musik in seinen Ohren. Nur warum kehrte Antonio nicht nach Bogotá zurück? Seit Donnerstag waren immerhin fünf Tage vergangen. Und wer war dieser Kerl hier? „In Ordnung, dann mal Karten auf den Tisch. Wer sind Sie?“