16. Juli 2012

Mitten aus dem Leben


Ja, ich bin in Berlin aufgewachsen, was nicht bedeutet, dass ich nun jede Ecke der Hauptstadt gut kenne, zumal ich seit über 12 Jahren im Umland lebe.


Eigentlich stürze ich mich nur selten ins Gewühl.


Wie neulich!


Und das wurde wirklich lustig!


Wir, also die Jungs mit Hund und ich waren mit meinem Schatz an einem S-Bahnhof verabredet.


Wir stehen also gespannt am Eingang S-Bahnhof Yorkstraße und von meinem Schatz nicht das Geringste zu sehen, obwohl er sonst so pünktlich ist.
Komisch!
Ich nehme also das Handy in die Hand, tippte die Nummer seines Handys ein und warte, bis er sich meldet. „Hallo Schatz? Wo seid ihr denn?“
„Wir stehen S-Bahnhof Yorkstraße“, sage ich mit fester Stimme, denn die Hauptstraße ist verdammt laut.
„Ich kann Euch nicht sehen, wo genau steht ihr denn?“


Ach so - er ist schon da?


Ich schaue mich um, sehe aber kein bekanntes Gesicht. „Direkt am Eingang.“ 
Naja, vermutlich steht er also am anderen Ausgang, dort ist es ruhiger und er hat dort bestimmt besser parken können. Dabei sagte er heute morgen doch noch, es gäbe hier nur einen Ausgang.
Die Jungs mit Hund und ich spurten also die Treppen hoch, fegen über den Bahnhof an den entgeisterten Fahrgästen vorbei und finden tatsächlich den zweiten Ausgang.
Hier heißt es wieder Treppen hinunter.


Herrliche Ruhe herrscht hier, klar. Hier ist auch ein Friedhof.
Haha, von wegen nur ein Ausgang!
Das Handy klingelt und so melde ich mich gleich mit, „wir stehen jetzt am anderen Ausgang, aber ich sehe dich immer noch nicht!“ Auch die Jungs schauen sich nach allen Richtungen um.
„Du willst mich auf den Arm nehmen?“, höre ich meinen Schatz. „Der Bahnhof hat nur einen Ausgang!“
Häh?
„Nein!“ Ich habe ja schließlich drei Zeugen und einen Hund bei mir. „Also mal ganz langsam. Wo stehst du denn?“ Ich gebe zu, ich bin ja nicht mehr die Jüngste, aber ich sollte das doch hinbekommen, mich mit meinem Mann auf dem verabredeten Bahnhof zu treffen, oder?
Ich atme tief durch drehe mich um und buchstabiere das Schild vor mir. „Y-o-r-c-k-s-t-r-a-s-s-e. Dahinter sehe ich ein S in einem grünen Kreis. Übrigens fährt gerade eine Bahn Richtung Süden raus.“
„Häh?“ Mein Schatz steht definitiv woanders! „Ich stehe auf dem Bahnhof. Ich sehe keinen Zug! Ich zweifle an meinem Verstand.“
Ich langsam auch. Sind wir in einer Zeitmaschine? Wir spurten also zum dritten Mal die Treppen zum Bahnhof hinauf, teilen uns auf, zwei rechts und zwei links lang. Der Hund wird ja wohl nicht an Herrchen vorbeirennen.
Die wartenden Leute kennen uns langsam, schmunzeln uns zu, halten uns vermutlich für total bescheuert.


Als wir die Treppen auf der anderen Seite wieder herunter düsen, ohne meinem Schatz begegnet zu sein, kommt mir ein Gedanke.
Yorckstraße! Kreuzen sich hier nicht zwei S-Bahn Linien?
Gibt es etwa einen zweiten Bahnhof?
Wir stehen wieder an der Hauptstraße. Mann, was für ein Krach! 
Wie ich nach rechts schaue, sehe ich ungefähr 350 Meter von uns entfernt eine weitere Bahnbrücke über die Hauptstraße. Ich trommle meine Jungs- und Hundetruppe zusammen und wir marschieren auf die Bahnbrücke zu.
Und?
Wer kommt uns da entgegen? Mein Schatz, dem nämlich auch der Gedanke, dem mit zweiten Bahnhof kam!


Er hatte übrigens recht, auf seinem Bahnhof gab es tatsächlich nur einen Ausgang!


Ich sag nur, Abenteuer Hauptstadt!

26. Juni 2012

Das Ritual


Eine treffende Zusammenfassung, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:


Gelungenes Experiment


Rezension bezieht sich auf Das Ritual

Ein Ritual zwischen zwei Monden, schmerzhaft bis zur Besinnungslosigkeit. Aber es geht dabei nicht etwa um ein blutrünstiges Ritualopfer, obwohl genug Blut im Spiel ist, um auch den sensiblen Leser an den Rand der Ohnmacht zu bringen, was wiederum weniger dem Blut, sondern der plastischen Erzähkunst Angela Planerts geschuldet ist.
Es geht um ein Experiment des Meisters, der Nurel, den Helden des Fantasys-Buches "Felis Vigor" in ein Wesen mit kätzischen Sinnen verwandelt und ihm dabei auch noch eine gründliche Gehinrwäsche verpasst.
Zwei Rituale fehlen noch und es sieht ganz so aus, als sollte dieses Experiment erfolgreich sein. 
In jeder Hinsicht, denn zum einen weiß man ja, dass Nurel der Held eines ganzen Romans sein wird, zum anderen wirkt  Angela Planerts literarisch gekonnte "Gehirnwäsche" tatsächlich auch auf den Leser, der sich nun unbedingt auch "Felis Vigor" zulegen sollte.


Das Ritual gibt in den Formaten PDF - ePUB oder  Mobipocket auf beam eBooks 
sowie auf 
XinXii


Über eine kleine Rezension freue ich mich natürlich sehr!

23. Juni 2012

Positive Lesermeinung



5.0 von 5 Sternen Super Drachengeschichte mal anders, 20. Juni 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drachenseele (Kindle Edition)
Es gibt viele Drachengeschichten, doch diese ist herrlich erfrischend und neu. Nicht nur die Idee, dass sich Menschen mal nicht in Werwölfe, sondern in Drachen verwandeln ist super. Auch den zweiten Handlungsstrang finde ich sehr gut eingeflochten. Geht es doch am Ende auch um das Finden seiner eigene Wurzeln und den Weg ins eigene Leben. Der Schluss hat das Buch abgerundet, so dass ich es nur wärmsten (mit Drachenfeuer) weiter empfehlen kann. Ein herrliches Buch, nicht nur für Kinder und Jugendliche.


Herzlichen Dank für diese positive Bewertung von "Drachenseele"!

22. Juni 2012

Printausgabe und E-Book von Drachenseele


...
Unterwegs auf dem Fußweg zur Bahn bemerkte Marcus seine zittrigen Knie ebenso wie den leichten Schwindel. Nachher im Flugzeug konnte er sich ausruhen, jetzt durfte er nicht trödeln, sonst verpasste er am Ende noch seinen Flug.

Wenn er nur halb so elend aussah wie er sich fühlte, musste er geisterhaft auf andere wirken. Es verwunderte ihn deshalb nicht, wie die vorbeilaufenden Passanten ihn anstarrten. Endlich lag der Bahnhof in Sichtweite. Eine Autohupe in seiner Nähe ließ ihn zusammenzucken. Er ärgerte sich über seine Schreckhaftigkeit und ging umso schneller weiter.
„Marcus?“, hörte er Nicole hinter sich rufen. Er durfte sich nicht umdrehen, sie in ihrer Hoffnung bestärken, denn für einen Wortwechsel war keine Zeit.
„Marcus! So warte doch!“
Nein! Er brachte es nicht übers Herz sie zu ignorieren, also blieb er stehen. Kleine Lichtfunken erschienen vor seinen Augen, verschwanden zum Glück aber schnell. Sein Puls raste. Nicole berührte von hinten seinen rechten Arm, dann ging sie um ihn herum. Ihre Augen wurden immer größer, während sie ihm ins Gesicht sah. „Mein Gott, was tust du hier?“ Sie ergriff seine rechte Hand und zog ihn zur Seite. Am Straßenrand hielt der Wagen von Sven. Marcus konnte durch das spiegelnde Licht der Sonne in der Frontscheibe keinen Fahrer am Steuer erkennen.
„Ich danke dir.“ Er schluckte, versuchte seinem Schwindel, seiner aufkommenden Übelkeit entgegenzuwirken. „Mir läuft die Zeit davon. Ich muss zurück.“
„Zurück? Ich sehe dir doch an, wie schlecht es dir geht, deine glasigen Augen, deine blasse Gesichtsfarbe. Lass mich dir helfen.“
Er riss sich von ihrem Griff los, das kostete Kraft, dabei weniger körperliche. „Nicole!“ Nein! Die Zeit drängte ihn, er musste sich kurz fassen. Er holte Luft. „Tut mir Leid. Ich muss gehen.“
...

Um Missverständnisse vorzubeugen:

12. Juni 2012

Twitterliche Fügung


Schon seit langen war ich auf der Suche nach geeigneten Künstler für meine Kinderbücher.
Eine „twitterliche“ Fügung gewährte mir einen Einblick auf eine sehr ansprechende Seite einer begabten Künstlerin. Eine Mail über die Kontaktsite brachte uns schließlich zusammen.

Was dabei herausgekommen ist, könnt Ihr Euch auf Amazon, beam ebook oder XinXii anschauen!

Schaut doch mal bei Krisi vorbei! 



10. Juni 2012

Kostenlos

Nur heute am Sonntag 10. Juni 2012 biete ich eine ganz besondere Aktion! "Drachenseele" als kostenloses E-Book




31. Mai 2012

Platz 1 ...



Annorra hat sich sehr viel Mühe mit der Rezension gegeben. Herzlichen Dank dafür.
Ich hoffe, dies ist auch für Euch von Interesse:

Von Annorra
Format:Kindle Edition
Als ich das Buch anfing zu lesen, sagte ich mir: 'Nur eine halbe Stunde, danach fahre ich Fahrrad.' Aus der halben Stunde ist schnell eine Stunde geworden ' weil mich dieses Buch so mitgerissen hat. Ich war sehr, sehr überrascht.

Das Buch habe ich auf Empfehlung von einer Freundin gelesen. Als ich den Titel, das Cover und den Klappentext sah, war ich zunächst skeptisch. Ich hatte hier einen 08/15-Vampirroman erwartet, von denen nun wirklich viele am Markt sind. Glücklicherweise ist das eines jener Bücher, wo der Inhalt besser ist als Cover und Klappentext (meist ist es ja umgekehrt ...).

Also, worum geht's? Im Roman ist der Vampir Traian auf Rache aus, weil Ärzte und karrieresüchtige Wissenschaftler mit ihm und seiner Familie brutale Experimente machen. Er ist aus dem Labor geflohen und nun wendet er das Blatt: Er macht Jagd auf seine ehemaligen Peiniger und rächt sich an jedem einzelnen auf individuelle und genussvolle Weise. Und einer dieser Peiniger ist der Chirurg Klingberger, der nun als normaler Arzt in einem Krankenhaus angestellt ist. Dort arbeitet auch die junge Liana als chirurgische Assistentin mit sehr guter Leistung. Doch auch sie hat Probleme mit Klingberger. Er bedrängt sie und verlangt, dass sie ihm den Sohn ihrer Arbeitskollegin hergibt, auf den sie aufpasst: den kleinen Veit, den ein besonderes Geheimnis umgibt. Liana weigert sich, doch sein Druck wird immer stärker.

(aus meiner Sicht hätte man den Klappentext so oder ähnlich formulieren sollen, fände ich persönlich spannender)

Warum mir das Buch so gefallen hat:

1. Das Buch hat ein sehr spannendes Konzept, das Handlungsgerüst und das Figurengeflecht sind so richtig gut durchdacht, wie im Krimi.

2. Ich liebe Bücher, in denen es in es viele Wendepunkte und Enthüllungen in der Handlung gibt und das bietet das Buch.

3. Das Buch hat eine angenehm große und überschaubare Menge an Figuren und webt interessante Beziehungen zwischen diesen Figuren. Die Komplexität ist genau richtig, um sich nicht zu langweilen, aber auch nicht überfordert zu sein (wie in manchen Fantasy-Epen, die Listen mit 100 Figuren, Völkern und Welten voranstellen).

4. Gut und Böse haben ein interessantes Gleichgewicht. Was dieser Autorin aus meiner Sicht so richtig gut gelungen ist: Einen rachsüchtigen Vampir so darzustellen, dass ich als Leserin auf seiner Seite bin und tatsächlich zu denken neige 'Ja, der hat's verdient'. Und Traian ist wirklich hart, wohlgemerkt. Der quält seine Peiniger in dem Stil, wie das in anderen Büchern nur die Oberschurken tun. Also nix mit edler Held, der nur seine Gerechtigkeit sucht. Und zugleich bleibt eine gewisse Spannung, ob Traian mit seiner Rache nicht irgendwann doch auf die Nase fällt.

5. Keine langen Beschreibungen, keine langatmigen Szenen. Alles ist flüssig ' aber nicht chick-lit-flapsig und auch nicht macho-vulgär ' geschrieben, leicht zu lesen, ohne eintönig zu sein. Dialoge sind natürlich und wo es um Gefühle geht, hat die Autorin stilistisch durchaus eine gute Schreibe.

6. Eine gewisse 'Einfachheit' und 'Nähe': Die Hauptfiguren laufen nicht mit so einer Art hochtrabenden Selbsthumor oder Sarkasmus durch die Welt, wie ich ihn von vielen Krimis oder Vampirromanen großer Verlage kenne. Die Autorin auch breitet nicht irgendwelche medizinischen etc. Expertenkenntnisse ellenlang aus, um sich die Auszeichnung für den bestrecherchierten Roman zu verdienen. Und: Die Story spielt weder in London, New York etc. noch ist das eine deutsche Regionalgeschichte. Der Ort der Geschichte (Berlin laut Klappentext) bleibt angenehm im Hintergrund, was ich hier gut fand. Alle Recherche in Ehren, aber: Ich will in erster Linie einen unterhaltsamen und kreativen Roman und kein Sachbuch. Wenn in diesem Buch Sachfehler drin sein sollten: Tut meinem Lesegenuss in diesem Fall keinen Abstrich.

7. Die 'Kultur' der Vampire und die Wahl ihrer Fähigkeiten und Beschränkungen hat mir persönlich zugesagt. Die Autorin bleibt da dem Ursprung/Konsens treu und mischt passende Ideen dazu wie die Vampirfledermäuse und Selbstheilungskräfte.

Gibt es Schwächen? Nun ja, ich denke, ein professioneller Lektor hätte den einen oder anderen Satz ein wenig zurecht gerückt. Andrerseits denke ich so was auch häufiger bei den Büchern der großen Verlage ... Aber diese sehr vereinzelten Schnitzer tun bei meiner Wertung keinen Abbruch, dafür überwiegt das Gute einfach zu sehr. Ich wurde so von den Geschehnissen mitgerissen, dass ich diese Kleinigkeiten mit einem Handwinken abtat ' so was tue ich nicht, wenn mir die Story nicht gefällt, dann hänge ich mich regelrecht an so was auf ...

Das Buch ist eine super Unterhaltung. Sollte man als Vampirfan mit Vorliebe für gegenwärtige Schauplätze und flüssige Sprache lesen. Das Buch hat übrigens ein rundes Ende. Keine Sorge, die Handlung bricht ab und zwingt zum Kauf eines zweiten Teils.

Ich habe schon viele Vampirromane gelesen (z. B. 'Biss', 'Black Dagger', 'Cassie Palmer', 'Cat und Bones', 'Des Teufels Maskerade', zzgl. diverser Werke mit Werwölfen und Dämonen) ' wirklich hoch begeistern konnten mich bisher nur zwei: 'Armand, der Vampir' von Anne Rice und 'Flügel der Dunkelheit' von Angela Planert ' nein, die beiden Werke sind sich überhaupt nicht ähnlich, das bitte nicht als Vergleich oder als Empfehlung für Rice-Fans verstehen; wer stilistische Raffinessen und Erotik sucht, der ist hier falsch.

Für wen ich dieses Buch besonders empfehle: Für Vampirliebhaber, die gerne thrillerartige, gut durchdachte, spannende Geschichten aus der Gegenwart lesen.